Röhren-Nisthilfen: Was sollte man beachten?

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Wildbienenhotel – DIY
5. Mai 2021
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Röhren-Nisthilfen: Was sollte man beachten?

Vielleicht hast du dich schon einmal gefragt, welche Röhren-Nisthilfen für Wildbienen nun wirklich sinnvoll sind und welche eher in die Mülltonne, als in Garten, gehören. Ich möchte euch heute in meinem Gastbeitrag erzählen, was bei Röhren-Nisthilfen zu beachten ist. 
Es gibt unterschiedliche Röhren-Nisthilfen für Bienen : Waagerechte Nisthilfen, also Röhrchen, die mit der Öffnung in einem Bienenhotel nach vorne zeigen und einmal senkrechte Röhren-Nisthilfen, die in den Boden gesteckt werden – hier zeigen die Öffnungen nach oben. Sie sprechen jeweils unterschiedliche Bienen an. 
Ich habe dir eine Übersicht erstellt, was es bei den einzelnen Nisthilfen zu beachten gibt.

Waagerechte Röhrennisthilfen (Bild 1) & was zu beachten ist 

  • Die Röhren sollten immer glatte Ränder an den Eingängen und glatte, saubere Rohre von innen haben. Sind Splitter vorhanden, verletzen sich die Bienchen ihre Flügel. 
  • Die Röhrchen sollten hinten geschlossen sowie rissfrei sein. Das hat den Grund, dass sonst Parasiten, Feuchtigkeit, Pilze und Feinde eindringen können.
  • Die Mindest-Länge liegt bei 10cm, gerne mehr. Ist die Nisthilfe zu kurz, werden nur männliche Bienen geboren, was nicht den Fortbestand der Art sichert. 
  • Durchmesser der Löcher in den Röhrchen: 3-10mm, je nach Bienenart werden unterschiedliche Durchmesser benötigt. 
  • Folgendes Material eignet sich gut: Bambus, Schilf und Strohhalme. Das Material sollte trocken und abgelagert sein. 
  • Die waagerechte Röhrennisthilfe ist attraktiv für Mauerbienen, Scherenbienen, Maskenbienen und Löcherbienen. 
  • Solche Nisthilfen könnt ihr in Holzkästchen einbauen, in leere Dosen oder in fertige Hotels. 

Senkrechte Nisthilfe aus markhaltigen Pflanzenstängeln (Bild 2)

  • Marknister halten ausschließlich Ausschau nach Stängeln die vertikal (teilweise auch leicht diagonal) aufgestellt sind. Für waagerechte Nisthilfen interessieren sie sich nicht. 
  • Folgende Stängel eignen sich für solch eine Nisthilfe: Brombeere, Himbeere, Königskerze, Sonnenblumen, Holunder, Disteln, Flieder, Weinreben, div. Schilfsorten und Hortensien. Dornen könnt ihr ggf. entfernen, das muss aber nicht sein. 
  • Die meisten Stängel brauchen dazu einen offenen Zugang zum Mark, heißt sie müssen oben abgeschnitten worden sein, eine Bruchstelle haben oder ähnliches. 
  • Markhaltige Pflanzenstängel sind attraktiv für Stängelbienen, Keulhornbienen und Dreizahn Mauerbienen. 
  • Wollt ihr solch eine Nisthilfe bauen, könnt ihr einzelne Stängel (mit einem Abstand von mind. 5cm) in einen Blumentopf voller Sand stecken. Achtet darauf, dass ggf. Regenwasser abfließen kann. Länge der Stängel: 50cm – 150 cm. 

Eine Bauanleitung für Wildbienenhotels für Hohlraum- und Steilwandbewohner findest du hier

Da unsere Wildbienen nur eine kurze Lebensspanne von einigen Wochen haben, gibt es keinen richtigen und falschen Zeitpunkt, eine Nisthilfe aufzustellen. Außer im tiefsten Winter, gibt es immer Bienen die fliegen und einen guten Nistplatz zur Eiablage suchen. Vielleicht hast du ja Lust, selbst eine Nisthilfe zu bauen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du auch auf meinem Blog vorbei schaust – du findest dort noch mehr Tipps zu den Themen Wildbienen, Garten und Co.

Eure Eva von

wuehlmaus.blog – Garten – Selbstversorgung – Die Welt im eigenen Garten retten

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