Kombucha selbst “herstellen” – Infos und Wirkung

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Kombucha selbst “herstellen” – Infos und Wirkung

Hier erfährst du, wie du ganz einfach Kombucha selbst “herstellen” kannst. Außerdem geben wir dir viele Infos über die Wirkung von Kombucha.


Was ist Kombucha?

Kombucha ist ein fermentiertes asiatisches Teepilz-Getränk mit süß-saurem, erfrischendem Geschmack. Man kann Kombucha selbst “herstellen”, indem man gesüßten Tee mit dem “Kombucha-Teepilz“ und der Ansatzflüssigkeit ein paar Tage “ziehen” lässt. Die Mikroorganismen des Pilzes, bzw. einer Symbiose aus Pilz und Bakterien vergären den Zucker. Er schmeckt ein wenig wie Apfel-Cidre, natürlich mit einer gewissen Varianz, je nachdem, welchen Tee  man gerade verwendet und wie lange man den Kombucha stehen lässt. Bei der Fermentation werden bis zu 95% des anfangs zugesetzten Zuckers verstoffwechselt, der Kombucha erhält deshalb keine nennenswerten Mengen an Zucker, wenn man ihn nicht zu früh trinkt.


Warum ist Kombucha gesund? 

Das Besondere an jedem selbst angesetzten Kombucha sind die enthaltenen probiotischen Milchsäurebakterien, die sich positiv auf unsere Darmflora auswirken. Probiotika sind auch in anderen fermentierten Getränken und Gerichten enthalten. “Der moderne Mensch” isst aber leider weniger davon, als noch unsere Vorfahren, denn noch vor ca. 50-60 Jahren wurden durch Fermentation viele Lebensmittel haltbar gemacht. Die Menschen waren im Winter dann darauf angewiesen – der Darm hat profitiert 😉 Heute essen die meisten von uns weniger probiotische Lebensmittel. Aber du kannst das ändern! Teste einfach die Wirkung des Kombuchas.

Je nach Teesorte, die zum Ansetzten verwendet wird, schmeckt Kombucha nicht nur anders, sondern unterscheidet sich auch leicht in seinen Inhaltsstoffen.


Kombucha selbst “herstellen”, hier das Mischverhältnis:

  • 1/4 l frischer Kombucha zum Ansetzen,
  • 1 Kombucha-Pilz
  • ca. 750 ml abgekühlter schwarzer Tee, grüner Tee oder eine Mischung mit Brennnesseln und anderen Kräutern
  • 3-4 EL Zucker. Honig und andere Zuckeralternativen tun dem Kombucha meist nicht gut. Man kann ihn aber wohl ganz langsam an Honig gewöhnen.

Kombucha verträgt generell auch viele Kräutertees, allerdings keine Kräuter mit einem hohen Anteil an ätherischen Ölen, z.B. keinen Minz-Tee. Ich trinke (leider) gern schwarzen und grünen Tee. Diesen trockne ich dann und verwende ihn für den Kombucha nochmal. Der Kombucha erhält also den 2. Aufguss 🙂 Du kannst aber natürlich auch frischen Tee verwenden.
Bis der Kombucha “fertig” ist, dauert es je nach Raumtemperatur 1-2 Wochen. Es empfiehlt sich, nach einer Woche zu probieren, wie er schmeckt. Wenn der Kombucha noch sehr süß schmeckt, sollte er noch länger “ziehen” bzw. fermentieren. Schmeckt er zu stark nach Essig, stand er quasi schon zu lange, kann aber prima als Essig verwendet werden.

Dein Kombucha sollte vor allem im Sommer immer so abgedeckt sein, dass er vor Fliegen geschützt ist. Die Abdeckung sollte zudem luftdurchlässig sein. Ich verwende dafür ein Baumwolltuch und befestige es mit einem Gummi über dem Gefäß mit dem Kombucha. Als Gefäße eignen sich Glas und “säureresistente” Keramik. Nicht jedes Gefäß aus Keramik ist geeignet. Bei vielen lösen sich Giftstoffe durch die Säure. Plastik oder Aluminium sind gänzlich ungeeignet.

Wasche deinen Teepilz oder auch Scoby genannt am besten vor jedem neuen Ansatz unter fließendem Wasser ab.




Genuss des Kombuchas:

Klassisch wird der Kombucha pur getrunken. Wem das zu stark ist, dem empfehle ich ihn mit Apfelschorle oder Saft zu mischen.
Im Foto siehst du eine sehr leckere Kombucha-Mixtur. Dafür benötigst du:

  • 1 TL Zitronenzeste
  • 1/2 l Kombucha
  • Traubensaft
  • Mineralwasser (sprudelnd)

Gib die Zitronenzeste zusammen mit dem Kombucha in den Mixer, lasse die Mixtur min. fünf Minuten ziehen und seihe es dann ab. Danach kannst du diese Mischung nach Belieben mit Wasser und Traubensaft aufgießen und gekühlt genießen 🙂




Kombucha als Reiniger

Wie schön erwähnt, wird Kombucha, wenn er zu lange steht, zu Essig. Man kann ihn dann prima als Essigersatz verwenden. Er schmeckt super im Salat, aber er eignet sich auch als Reiniger.
Kombucha pur verwende ich zum Entkalken des Wasserkochers oder anderer Verkalkungen.
Setzt man den Kombucha mit den Schalen von Zitrusfrüchten an, erhält man einen sehr guten Reiniger. Dazu lasse ich den Kombucha mit den Schalen nochmals einige Tage ziehen. Es bildet sich an der Oberfläche meist ein neuer Pilz. Diesen kann man einfach entfernen und die Flüssigkeit zum Putzen verwenden. Gieße die Flüssigkeit durch ein Sieb, um letzte Kombucha-Schlieren vor dem Putzeinsatz zu entfernen.
Verwende den Teil des Kombuchas, der für die nächste Anzucht gebraucht wird, nicht für den Essigreiniger 😉




Wie kommst du an deinen ersten Kombucha-Ansatz?

Frage im Freundeskreis nach. Vielleicht hat schon jemand Kombucha selbst “hergestellt” und kann dir einen Ansatz und einen ersten Teepilz geben? Andernfalls kannst du ihn online bestellen. Du darfst mich aber auch gerne anschreiben. Meist habe ich zu viel Kombucha und teile gerne kostenlos! Ich habe auch schon Erfahrung im Versand von Kombucha 😉

Also trau dich – und melde dich bei Interesse. Eins muss ich aber aus rechtlichen Gründen dazu sagen: ich verkaufe hier nichts – und schon gar kein Lebensmittel. Ich verschenke einen Ansatz – nicht mehr und nicht weniger. Den Ansatz zum selbst herstellen kannst du aber auch z.B. auch bei Fairment kaufen. Werbung unbezahlt.

Solltest du lieber fertigen Kombucha kaufen, dann rate ich dir zu einem Produkt aus dem Bio-Supermarkt, das du gekühlt vorfindest. Es gibt – meines Wissens nach – leider nur ein Produkt im Handel, in dem (in etwa) so viele Probiotika enthalten sind wie “in einem selbst gezogenen” Kombucha. Deshalb am besten Kombucha selbst “herstellen”!

Hast du Lust auf weitere Rezepte? Dann stöbere doch hier ein bisschen.

Liebe Grüße

Ilona

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